Leinsamen

Leinsamen gehört zu den gesündesten Nahrungsmittel, die man genießen kann. Dies hat beispielsweise mit den Fetten zu tun, die in Leinsamen vorhanden sind. Leinsamen können ungefähr 40 % Fett enthalten (Leinöl). Rund 50 % davon besteht aus der mehrfach ungesättigten Omega 3 Fettsäure Alpha-Linolensäure. (5)

Informationen über Unterschiede bzw. einen Vergleich zwischen dem normalen, braunen Leinsamen und Gold Leinsamen (heller Leinsamen) finden Sie auf der Webseite über Gold Leinsamen (hellen Leinsamen).

Leinsamen hat relativ viel Eiweiß, Proteine

Leinsamen hat außerdem relativ viel Eiweiß (Proteine). Was vielleicht besonders interessant für Kraftsportler ist. Bzw. für alle, die gerne in einem Fitnessstudio Muskel Training machen und Muskeln aufbauen möchten. Als Alternative zu relativ ungesunden Möglichkeiten relativ viel Eiweiß oder Proteine zu sich zu nehmen. Sehen Sie bitte auch die Seite http://www.7az.de/leinsamen-eiweiss-proteine-aminosaeuren.html . Wie viele Kalorien braucht man um 1 g Eiweiß (Proteine) zu sich zu nehmen? Ein paar Beispiele: Bei Leinsamen lediglich 16,58! Dies ist ein relativ guter Wert. Denn bei Muttermilch braucht man 55,83. Ein paar andere Beispiele zum Vergleich. Mandeln 30,37, Hafer 28,1, Orangen 42, Möhren 25,45, Weißkohl 18,46, Kürbiskerne 23,33, Mohn bzw. Mohnsamen 23,3, Sesam bzw. Sesamsamen 31,75, Kartoffeln 35, Roggen 33,68, Walnüsse (Walnuss) 55,04. Wer relativ wenig Proteine bzw. Eiweiß zu sich nehmen möchte (beispielsweise im Rahmen einer Krebsdiät) könnte beispielsweise folgendes Essen: Reis 155,91 und Kokosraspel (getrocknete Kokosnuss) 108,21 Kalorien für 1 g Eiweiß bzw. Proteine.*

Leinsamen alleine für sich, solo, essen! Warum?

Denn eine Mischung mit anderen Fetten könnte den gesundheitlichen Nährwert sehr stark verringern. Wenn dadurch die Omega 3 Fettsäuren nicht mehr vom Körper (in gewünschter Menge) aufgenommen werden können.

Leinsamen ein Abführmittel gesunder Art? Oder Verdauungsförderung?

(Ein wenig?) Abführend kann Leinsamen wirken wenn zusätzlich genügend Wasser oder Flüssigkeit aufgenommen wird. Denn in der Samenschale sind Schleime vorhanden die durch Flüssigkeitsaufnahme quellen können. Und Leinsamen haben die Fähigkeit zu quellen. Also Flüssigkeit aufzunehmen. Dadurch kann sich das Volumen ausdehnen während der Leinsamen sich im Darm befindet. Und dann könnte es zu einem gewissen Abführungseffekt kommen. Indem der Darminhalt schneller entleert wird. Eine bessere Wirkung als Abführmittel natürlicher Art und gleichfalls ohne gesundheitsschädigende Wirkung ist Flohsamen oder Flohsamenschalen. Aber möglicherweise wirkt Leinsamen und Flohsamen bzw. die Schalen vom Flohsamen nicht weniger als Abführmittel. Als vielmehr zur Förderung der Verdauung. Vielleicht ist dies allerdings unterschiedlich von Person zu Person. Bzw. von der Menge der eingenommenen Samen und der Flüssigkeit. Leinsamen kann auch hilfreich sein, wenn man eine innerliche Reinigung vom Körper und vom Darm erreichen möchte. Auch als Alternative zum Fasten oder in Verbindung mit dem Fasten.

Leinsamen hat wertvolles Eisen

Leinsamen hat 8,2 mg Eisen pro 100 g. Es gibt Lebensmittel, die haben noch mehr wertvolles natürliches Eisen in sich. Beispielsweise hat die getrocknete Brennnessel 32,2 mg pro 100 g. Getrockneter Thymian 20,0 mg Eisen pro 100 g. Kakaopulver 12 mg Eisen. Kürbiskerne 11,2 mg Eisen. Hirse 9,0 mg Eisen pro 100 g. (3). Haferflocken haben 4,6 mg Eisen pro 100 g. Vollkornbrot 3,3 mg Eisen. Und Leinsamen hat auch mehr Eisen als ein anderes sehr gesundes und sehr empfehlenswertes Nahrungsmittel: die Kokosnuss.

Leinsamen mehr Eisen als die Kokosnuss

Die Menge an Eisen in Leinsamen ist beispielsweise im Vergleich mit einem anderen sehr gesunden Lebensmittel, die Kokosnuss, relativ viel (4). Wobei die Kokosnuss sehr empfehlenswert ist. Von alleine schon sehr schmackhaft ist. Und in größerer Menge als Leinsamen gegessen werden kann, ohne sie unbedingt schmackhaft zubereiten zu müssen. Die Kokosnuss enthält an Mineralstoffen (beispielsweise) 2,3 mg Eisen, 20 mg Kalzium, 379 mg Kalium und 39 mg Magnesium (4). Die Kokosnuss zählt wie die Avocado und die Banane zu den so genannten vollständigen Nahrungsmitteln. Angeblich könnte sich der Mensch alleine von Kokosnüssen wochenlang ernähren, ohne einen Mangel zu erleiden. In tropischen Ländern wird die Kokosnuss sogar als Ersatz für Muttermilch verwendet (4).

Wie viel Eisen ist gesund oder braucht man?

Die empfohlene Menge Eisen gemäß der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung" liegt bei Männern bei 10 mg pro Tag und für Frauen bei 15 mg pro Tag. Im Normalfall könnte das Verdauungssystem allerdings nur 10 % davon aufnehmen. Und 5 mg maximal. Interessanterweise erhöht sich während einer Schwangerschaft oder bei einem Mangel an Eisen (Eisenmangel) diese Aufnahme auf bis zu 40 %. Auf der anderen Seite kann sie auf rund 5 % sinken, wenn ein Überangebot an Eisen vorhanden ist. Eisenpräparate sind nicht zu empfehlen. Weil diese leicht zu einer Überdosierung führen können. Sogar zu schweren Vergiftungen. 2000 mg Eisen könnten sogar einen Menschen töten.

Leinsamen schmackhafter machen. Rezept für Leinsamen

Damit Leinsamen besser schmeckt kann man ihn beispielsweise mit Zitrone zubereiten. Leinsamen beispielsweise in der Kaffeemühle (in der man natürlich dann keinen Kaffee mahlen sollte) fein mahlen und mit ein wenig Zitrone mischen. Das Ganze noch relativ trocken halten. Aber doch so viel Zitrone hinzugeben, dass der Leinsamen nicht mehr mehlig ist. Die Zitrone enthält ja auch bekanntlich Vitamin C., was die Ausbeute von dem relativ viel enthaltenen Eisen in Leinsamen positiv vermehren könnte (3). Zwischen 100-200 g Leinsamen wären erforderlich, um die täglich empfohlene Menge an Eisen zu sich nehmen zu können (3). Sehr lecker ist die Mischung mit Zitrone, Zwiebeln und beispielsweise Weißkohl (oder anderes Gemüse, je nach Geschmack ). Zusammen mit der richtigen Mischung Chili, Kurkuma und Pfeffer. Kein Salz! Weitere Kräuter nach Geschmack. Und dieses Grundrezept kann man dann mischen mit verschiedenen weiteren Lebensmitteln, die man ausprobieren kann. Zum Beispiel Salat oder Gemüse. Wenn man Leinsamen trocken ohne Flüssigkeit essen würde schmeckt dieser zwar auch (für Sie möglicherweise) gut oder annehmbar. Klebt allerdings etwas (wenn es nicht stört...). Bei der enormen gesundheitlichen Wirkung von Leinsamen lohnt es sich für einen persönlich schmackhafte Rezepte zu erstellen. Damit man den Leinsamen möglichst ohne andere Fette, also solo für sich, essen möchte. Während Zitrone den Geschmack von Leinsamen hebt, schmeckt Ihnen der Leinsamen einfach mit Wasser möglicherweise nicht so gut. Dennoch: die Geschmäcker sind verschieden. Daher einfach ausprobieren.

Ein sehr, sehr leckeres und gesundes Rezept für Leinsamen zusammen mit Sauerkraut finden Sie auf der Seite über Sauerkraut.

Eine andere Möglichkeit sind Rosinen, Korinthen, Honig, Zuckerrübensirup... und Zimt. Und was fällt Ihnen noch ein?

Leinsamen nicht mahlen eine Alternative zum gemahlenen Leinsamen?

Eine schmackhaftere (?) Alternative zum gemahlenen Leinsamen (mit Flüssigkeiten wie Wasser) ist für Sie möglicherweise den Samen zu kauen ohne ihn vorher zu mahlen. Dann haben die Leinsamen einen für Sie möglicherweise relativ annehmbaren oder guten Geschmack. Dies kann man ja einfach ausprobieren. Und das Kleben hält sich dann in für Sie möglicherweise annehmbaren Grenzen.

Leinsamen, gesundheitsschädigende Nebenwirkung? Leinsamen und Blausäure

Kann es in Verbindung mit Leinsamen gesundheitsschädigende Nebenwirkungen geben? Durch einen angeblichen Vergiftungsfall bei Pferden Ende vom 19. Jahrhundert könnte diese Frage aufkommen. Diese Vergiftung soll gemäß der Quelle 1 dieser Seite jedoch nicht durch Blausäure verursacht worden sein. Sondern durch Schimmelpilze, die sich in den Leinsamen befanden. Der Leinsamen war also schon verdorben und wurde trotzdem an Pferde verfüttert. Schimmelpilze sind bekanntlicherweise sehr gesundheitsschädlich.

Es müssten verschiedene ungünstige Faktoren zusammentreffen, damit beim Essen von Leinsamen überhaupt messbare Mengen von Blausäure freigesetzt werden. Zum einen müssten mindestens 300 g Leinsamen fein gemahlen verzehrt werden. Außerdem müsste im Magen ein pH-Wert zwischen 4 und 6 vorherrschen. Dann könnte das im Leinsamen enthaltene Enzym Linamarase Blausäure vom Leinsamen abspalten. Die Magensäure hat bei einem nüchternen Magen ein pH-Wert von ungefähr 1 bis 1,5. Wenn der Magen voll ist kann der pH-Wert zwischen 2-4 liegen (Quelle 2). Durch diesen sauren pH-Wert soll zum einen die Nahrung aufgeschlossen werden. Und zum anderen hat dieser saure Wert eine Wirkung gegen Bakterien. Das saure Milieu im Magen würde gemäß der Quelle 1 das Enzym Linamarase, das im Leinsamen vorhanden ist, jedoch größtenteils unschädlich machen. Körpereigene Mechanismen würden Reste von freigesetzter Blausäure deaktivieren.

Gibt es in Verbindung mit Leinsamen also überhaupt irgendein Risiko von einer Blausäure Vergiftung? Passend dazu heißt es in der Quelle 1 dieser Seite, das in Verbindung mit der Anwendung von Leinsamen bisher keine gesundheitsschädigende Nebenwirkungen bekannt geworden sind und auch nicht zu erwarten wären (Quellendatum 24. Juli 2011).

Es ist auch sehr fraglich, ob man mindestens 300 g Leinsamen fein gemahlen innerhalb von relativ kurzer Zeit verzehren möchte. Sofern mindestens 300 g Leinsamen in Magen vorhanden sein müssen. Innerhalb von rund 3-4 h kann der Leinsamen den Magen wieder verlassen. Sofern der Leinsamen solo, also für sich alleine, gegessen wird. Es bedarf stattdessen wohl eher des Ausprobierens, damit man überhaupt 100 oder 200 g Leinsamen für sich alleine gegessen verzehren möchte. Denn Leinsamen ist nicht unbedingt sehr lecker, wenn er einmal gemahlen ist. Außerdem muss man ja nicht 300 g Leinsamen auf einmal essen. Selbst falls einem Leinsamen in so großer Menge zusagen sollte.

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